Wetterextreme und Wasserknappheit – Klimawandel auf der Alm
Weniger Wasser, mehr Wetterextreme – der Klimawandel verändert die Almwirtschaft spürbar. Was das für Sennerinnen, Tiere und Betriebe bedeutet, zeigt dieser Bericht.
Weniger Wasser, mehr Wetterextreme – der Klimawandel verändert die Almwirtschaft spürbar. Was das für Sennerinnen, Tiere und Betriebe bedeutet, zeigt dieser Bericht.
Der Verlauf der Jahreszeiten prägt das Leben und die Arbeiten der Bergbauern. Mit der Wiederkehr des Frühlings schließt sich der Kreis unserer Reportagen über die sehenswerte Welt der bayerischen Bergbauern.
Die kleinen Familienbetriebe in den Bergen stehen vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen: Ein rein landwirtschaftlicher Betrieb kann für die meisten Bergbauernfamilien nicht ausreichend Einnahmen generieren, um alle Lebenshaltungskosten zu decken und langfristig bestehen zu bleiben.
Während der Melkstand durch Effizienz und Körperfreundlichkeit punktet, bietet das traditionelle Melken im Stall einen direkteren Zugang zu den Tieren und stärkt die Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Das Schwenden, das Freihalten von Almflächen durch das Entfernen von Bäumen und Sträuchern, ist eine jahrhundertealte Praxis, die auch heute noch eine wichtige Rolle im Erhalt alpiner Kulturlandschaften spielt.
Mit dem traditionellen Almabtrieb endet für die Bergbauern und ihr Vieh der Almsommer – ein Höhepunkt im Jahresverlauf, der tief in der Kultur des Alpenraums verwurzelt ist.
Der Sommer ist vorbei. Das machen die sinkenden Temperaturen und die kürzer werdenden Tage unmissverständlich deutlich. Doch der Herbst hat auch seine schönen Seiten…
Neben dem direkten Verfüttern des frisch geschnittenen Grases oder der Lagerung als Heu, kann das Schnittgut auch zur Silage verarbeitet werden. Das angewelkte Gras wird dabei ein bis zwei Tage nach der Mahd geerntet und anschließend möglichst kompakt verdichtet sowie luftdicht gelagert.
Im Sommer werden auf den saftigen Wiesen neben dem frischen Gras, das direkt verfüttert wird, auch die Futtervorräte für den Winter angelegt. Heu und Silage sind dabei während der kalten Monate die Hauptfutterquellen für die Tiere. Um eine hochwertige Futterqualität zu erzielen, sind ausreichend Niederschläge während der Wachstumsperiode und trockene, sonnige Tage zur Erntezeit entscheidend.
Mit professioneller Unterstützung und schwerem Gerät machen sich Familie Riecke und ihre Helfer auf den Weg in den Bergwald. Ähnlich wie das Schwenden ist auch die Holzarbeit im Bergwald ein wichtiger und zugleich deutlich gefährlicherer Teil der Almpflege.