Wenn die Herde zieht – Almstart zwischen Tradition und Technik
Die Almsaison beginnt – und mit ihr der Spagat zwischen uralter Handwerkskunst und moderner Technik. Was sich auf Bayerns Almen verändert und was bleibt, zeigt dieser Beitrag.
Die Almsaison beginnt – und mit ihr der Spagat zwischen uralter Handwerkskunst und moderner Technik. Was sich auf Bayerns Almen verändert und was bleibt, zeigt dieser Beitrag.
Familie Mayr nutzt ihren Wald nachhaltig zur Selbstversorgung, schlägt Holz in den Wintermonaten, wenn der Boden gefroren ist, und verarbeitet es direkt im eigenen Sägewerk. So decken sie ihren gesamten Holzbedarf und sichern sich zusätzlich eine Einnahmequelle, während sie den Wald langfristig gesund und ertragreich halten.
Im Wald und am Hof wachsen wertvolle Laubhölzer wie Ahorn und Esche, die bei jährlichen Wertholzversteigerungen angeboten werden. Nur Bäume von ausgezeichneter Qualität, die jahrelang gepflegt werden, kommen in Frage. Doch trotz sorgfältiger Vorbereitung bleibt das Risiko, dass das Holz nach dem Fällen Mängel zeigt. Dennoch ist der Handel mit Edelholz lukrativ und bietet großes Potenzial.
Der Winter ist für Mensch, Tier und Natur traditionell eine Zeit der Ruhe. Die winterliche Berglandschaft mit ihren schneebedeckten Gipfeln und ihrer klaren, kalten Luft schafft eine besondere Atmosphäre. Doch auch im Winter ist der Alltag der Bergbauern weit entfernt von Stillstand.
Die Privatkäserei Bergader spendet zusammen mit dem renommierten Fotograf Klaus Maria Einwanger 3.000 Euro an Die Katholische Dorfhelferinnen und Betriebshelfer in Bayern (KDBH GmbH) – Station Traunstein.
Familie Leitner ist eine der wenigen Bergbauernfamilien, die ihre Tiere noch ganz traditionell zu Fuß den rund 14 Kilometer langen Weg vom Hof auf die Alm treiben. Früh am Morgen, vor Sonnenaufgang, brechen sie auf, um die Tiere sicher an ihr Ziel zu bringen.
Ein ganz besonderes Ereignis im jahreszeitlichen Verlauf der Bergbauern ist der Almauftrieb. Familie Leitner vom Oberrisshof am Schliersee geht hier noch besonders traditionell vor und treibt ihre Tiere zu Fuß den rund 14 Kilometer langen Weg vom Hof auf die Alm, die sie sich mit sechs weiteren Besitzern teilen. Hier verbringen die Kühe dann die kommenden Sommermonate.
Mit seinem Fotobuch „Bergbauern“ lädt Klaus Maria Einwanger ein zu einer faszinierenden Reise an einen bedrohten Sehnsuchtsort, tief in die Welt der bayerischen Bergbauernkultur.
Die Privatkäserei Bergader und der renommierte Fotograf Klaus Maria Einwanger feierten die offizielle Projekt-Vorstellung von „Bergbauern erleben“ mit einer exklusiven Ausstellung und prominenten Gästen im Kulturforum Klosterkirche Traunstein.
Mit dem meteorologischen Frühlingsanfang am 20. März ist auch bei uns der Frühling eingekehrt. Die langen Wintermonate sind endlich vorbei und die Natur erwacht zu neuem Leben – auch unsere Bergbauernhöfe leben jetzt wieder richtig auf!